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Neal A. Maxwell Institute Of Religious Scholarship

Das Buch Mormon und die Ruinen - die Hauptresultate
Hugh W. Nibley
Provo, Utah: Maxwell InstituteThe views expressed in this article are the views of the author and do not necessarily represent the position of the Maxwell Institute, Brigham Young University, or The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints.
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Das Buch Mormon und die Ruinen - die Hauptresultate

von Hugh W. Nibley, 13. July 1980

Die Ruinen- wer kann ihr Dasein erklären? Antwort: Niemand! Die elementaren Fragen bleiben unbeantwortet. Bei jedem Schritt bekennen die Gelehrten ihre Hilflosigkeit vor einem totalen Geheimnis:

A.A.Anguiano, Mexico antes de los Aztecas (Mex.1967), S.16: "Die Diskussionen, die die Besiedlung Amerikas betreffen, sind sehr weit davon entfernt, vorüber zu sein." S.18: "...zahllose Theorien kursieren über den Ursprung der Olmeken." S.20: "Das physische Erscheinen der Olmeken ist unbekannt...S.26 Die großen, in Stein gehauenen Köpfe bleiben ein Geheimnis....." La Venta ist aus der Fassung gebracht...durch das Geheimnis der geistigen Vorgänge bezüglich dieser seltsamen Monumente." S.28. Das große Monument, das Stele des Königs genannt wird: "Wer war es? Was soll es zu sagen versuchen? Es fehlt selbst für die minimalste Spekulation die nötige Information!" S.32 "Keiner weiß, was aus den Olmeken wurde." S.34 Aus den 14.000 Jahren der vorklassischen Besetzung "ist nicht ein einziges Kleidungsstück gefunden worden," "Warum wurden zum Transport und Verkehr niemals Räder benutzt?" "Es gibt keine Erklärung" für diese Dinge (S.55, 83). S.60 "es ist ein GEHEIMNIS, wie sie in der Lage waren, harte Steine mit den Steinwerkzeugen dieser Zeit zu durchbohren." S.66 "Wie und wo kam die Idee, solche gewaltigen Bauten (die Pyramiden von Teotihuacan) zu errichten? Niemand hat die leiseste Ahnung. "Noch weiß niemand, wozu die Stein- und Mosaikgesichter da waren. S.67 Wie sie in der Lage waren, ein Bild so ungeheuer groß zu errichten, daß die Europäer es nicht schafften, es niederzureißen...ist ein Geheimnis. S.71 "Weder die Azteken des 16.Jahrhunderts, noch ihre Vorgänger - die Tolteken - wußten etwas über das Volk von Teotihuacan. Sie kannten nur die Ruinen einer fabelhaften Stadt."

S.72 So die kostspielige Praxis, ein Gebäude auf dem anderen zu errichten - "der Grund für diese Praxis ist unbekannt." S.90 Die allgegenwärtigen geometrischen Muster -"niemand weiß, zu welchem Zweck sie ausgearbeitet wurden." S.94 Das "Joch" und die Beilsteine: "der Sinn dieser Objekte ist nicht bekannt" S.103 "Bis zur heutigen Zeit ist die Ursache für das Verlassen des Monte Alban (und vieler anderer Orte) nicht herausgefunden worden...So lange wie die Schriften der Zapoteken nicht entziffert worden sind." S.132 Was den Ursprung des Mayas angeht, "gibt es Theorien für jeden Geschmack." S.134 Die drei Mayakodizes "sind noch weit davon entfernt, vollkommen entziffert zu sein."

T.P.Culbert, ed., The Classic Maya Collapse (U.of New Mexico,1973) S.218f. "...Wir werden wahrscheinlich niemals wirklich und vollständig die gegenseitige Bedeutung der verschiedenen historischen Kräfte, ihre Ursachen und Auswirkungen zu jedermanns Zufriedenheit unter einen Hut bringen können...Da wir in der Tat häufig nicht in der Lage sind, diese Fragen in Hinsicht auf die gebildeten Zivilisationen der jüngeren Vergangenheit zu lösen, kann die Archäologie nicht erwarten, daß wir in diesem Bestreben, wo es sogar noch größere Probleme gibt, Erfolg haben. Eine Methode, die Erfolg hat, wird notwendigerweise andere Ursachen (S.219) Arten der Erklärung begünstigen; das Hauptresultat wird eine endlose Beschäftigung für Intellektuelle sein." (S.258) Für die Mehrheit der Gelehrten ist noch keine akzeptable Lösung für den großen südlichen Kollaps vorhanden.

L.Sejourne, El Universo de Quetzalcoatl, (Mexico: Fondo de Cultura economica, 1962, S.16"...jeder wechselnde Versuch, die Heimat des Vorfahren der Nahuatl-Kultur (Quetzalcoatl) zu bestimmen, ist unverbesserlich dem Schicksal ausgeliefert, zu mißlingen."

Michael D. Coe, The Maya Scribe and his World (N.Y.: Grolier Club, 1973). S.83 "Unglücklicherweise ist unsere Kenntnis der mittelamerikanischen Ethnostaronomie unergründlich. Denn... der Hauptfehler liegt darin, daß sich die Ethnologen und Sozialanthropologen mehr mit leichtgewichtigen "Problemen" wie die Akkulturation beschäftigen, während Hauptteile des mittelamerikanischen geistigen Lebens unter ihrem eigenen Geruch umkommen.

 

II. Beweise über die Ursprünge führen ins Leere

W. Krickenberg, Altmexikanische Kulturen (Berlin: Safari-Verlag 1966), S.566 "Der gegenwärtige Beweis ist vollkommen unzureichend, um zu erklären, wie diese fortgeschrittenen Kulturen entstanden sind." S.567: "Scheinbar ohne Wurzeln, ohne irgendwelche Vorbereitung, erscheinen die frühesten amerikanischen Zivilisationen fertig auf der Szene: in Mittelamerika die Olmeken, in den Andenländern die Chavin. Diese bemerkenswerten Phänomene können vielleicht nur zur Zufriedenheit dadurch erklärt werden, wenn man annimmt, daß eine oder mehrere Gruppen das alte Amerika von außen beeinflußten. Sonst ist es schwierig zu verstehen, wie primitive Bedingungen, welche sich während 15000 bis 20000 Jahren nur wenig änderten, plötzlich ein so ungestümes Aufschwellen von Fortschritt hervorzubringen, der die ganze Skala einer zur vollerblühten Zivilisation aufsteigenden Kultur durchläuft. So etwas steht weit außer Frage im Falle der zwei ältesten amerikanischen Zivilisationen: urplötzlich sind sie einfach da, "S.522f....bis zur gegenwärtigen Zeit sind die Altertümer der Archaiker und Olmeken die ältesten Überreste der früheren Einwohner von Zentral- und Südmexico. Ausgrabungen in Utah, Colorado, Arizona und New Mexico offenbarten zwei höhere Kulturen: die Anasazi und die Hohokam am Gila und Salt River. Sie waren Korbmacher - ohne Pfeil oder Tomahawk oder die Töpferei. Vorgänger der Pueblos; sie besetzten auch Nordmexiko von 100-500 n.Chr. Aber "es ist selbstverständlich vollkommen undenkbar, daß diese Zivilisationen plötzlich auftauchten, um aus dem Nichts zu sprechen - was bedeutet, daß man die primitiven Kulturformen der Cochise - und Korbmacherlevel als „Nichts" zählt. S.566 Es gibt "paläolithische" Funde in Oaxaca, Yucatan und Guatemala, aber sie sind "sehr spät und gehören in eine Zeit, wo die großen und klassischen und nachklassischen Kulturen von Mittelamerika schon lange vorüber waren." S.567 Wir sind nicht nur

völlig unwissend, woher die Olmeken ihre hochentwickelte Technik der Jade-Bearbeitung, ihre erstaunliche Fertigkeit als Steinmetze die riesigen Steinblöcke zu bearbeiten und ihre hohe Porträtkunst haben...aber das größte Rätsel wartet noch auf seine Auflösung: woher kommt ihr scharfsinniges System der Schrift und der Kalenderberechnung...das älteste in Mittelamerika bekannte...?

A.A. Anguiano, S.71 "Die Azteken und Tolteken wußten nichts über das Volk, daß das Land vor ihnen besetzt hatte.

III. Völker vor den Nephiten. Viele Heilige der Letzten Tage sind beunruhigt, wenn sie von Überresten lesen, die viel älter als aus der Zeit des Buches Mormon sein müssen. In ihrer simplen Lesart nehmen sie an, daß es vor Kolumbus nur Abkömmlinge von Lehi oder Jareds Bruder in dieser Hemisphäre gegeben hätte. Das Buch Mormon selbst behebt diese Kurzsichtigkeit. Ein Beispiel soll genügen: Helaman 3:4-12 - Hier lernen wir, daß die Nephiten vom Süden her "eine überaus große Strecke" (engl. "an exceeding great distance", alte Übersetzung: sehr weit") vorwärts drängten, in ein stark besiedeltes Gebiet, ein klar umrissenes Territorium (es sind mehr als 1200 Meilen Luftlinie von Guatemala bis Mexico-City) a.) ein Meer im Norden und Süden, genauso im Westen und Osten kann nur in einer Region in der westlichen Hemisphäre gefunden werden - Mittelamerika und Zentralmexico. Die Ausdrücke, die sich auf die Gewässer beziehen, sind altertümlich; z.B. im Codex Ramirez (Mexico1944) wird uns erzählt, wie der erste Montezuma "beinahe von Meer zu Meer eroberte"(S.79) und bis zum "Meer südwärts, und in der anderen Richtung bis an die Grenzen des großen Meere" regierte, 300 Seemeilen (Leguas) nach dem Süden. b.)Das Zentrale Hochland von Mexico wird in allen früheren Berichten als ein Land vieler Gewässer bezeichnet.

In der Tat erwähnt Edward Seler, daß der Name Anauac, der gewöhnlich als „Hochland" übersetzt wird, in Wirklichkeit "Land vieler Gewässer" bedeutete (Ges.Abh.IV,3). c.) Die vollständige Abholzung des Landes ist nicht den gewaltigen Wäldern des Nordens angepaßt, aber es war ein sehr ernsthaftes Problem im alten Mittelamerika. Vergleiche Hela. 3:5-10 mit den Bedingungen im Tal von Oaxaca im 5. bis 9.Jahrhundert, als eine Überbevölkerung "einen wachsenden Mangel an Holz für die Bauwerke und das Feuerholz zum Kochen erzeugte und ein solches alarmierendes Ausmaß ereichte, daß die Berge vollständig kahlgeschlagen waren..."In Übereinstimmung mit W.T.Sanders (in Culbert, S.363) gehört zu den Hauptursachen, die zu dem rapiden Verfall und Zusammenbruch der Kulturen des Hochlandes von Mexico und der Maya beigetragen haben, die Notwendigkeit, mehr Land zu kultivieren mit "einem dahergehenden Verfall an Holzprodukten."

G.R.Willey & D.B.Shimkin (in Culbert, S.486) "Schließlich mögen das Ausdehnen des Kulturlandes die Nützlichkeit der Holzressourcen reduziert haben...beschleunigt in Gebieten mit viel Bevölkerung, wo das mögliche Futter als Brennholz gesammelt wurde...so wie sich die Landwirtschaft der Maya in der späten Klassischen Periode ausdehnte, wurde sie kostspieliger und unzuverlässiger..." Anstatt von spektakulären Ruinen zu berichten, finden die neuen Siedler nur erschöpfte Quellen, das Holz wurde alles für den Haushalt und die Feuerung benutzt. Da solche Wälder nie zurückkehren, konnte der Schaden außerordentlich alt sein. Die Einwohner waren verschwunden, obwohl das ganze Land einst von einer großen Bevölkerung besiedelt war. Denn die Nephiten waren einfach "die Ureinwohner des Landes"(Hel. 3:5,6). Die nicht vertraute Redewendung und die Tatsache, daß die Jarediten selbst spekulativ nicht erwähnt sind, macht es klar, daß die neuen Pioniere keine Ahnung hatten, wer dieses Volk war, nur daß sie eine lange Zeit vorher dort gewesen sind und daß sie das Land gänzlich bevölkert hatten. Sie waren keine Lamaniten, denn die Lamaniten waren zur selben Zeit Wilde und nicht eine verlorene Zivilisation.

Das Fazit: Es entfernt den Stein des Anstoßes von den Heiligen der Letzen Tage, wenn sie den Buch Mormon-Bericht und den archäologischen Beweis akzeptieren, daß viele Jahrhunderte lang - sogar 1000 Jahre - Völker die Länder bewohnten, bevor irgendein Volk des Buches Mormon eintraf.

IV. Die Aussagen über die Rassen sind verwirrend, weil über die Jahre hinweg eine einfältige Erklärung der Anderen gegenüberstand. Einerseits wurde angenommen, daß - seit die Jarediten ausgelöscht wurden - nur Nephiten und Lamaniten im Land übrigblieben, die für jede Legende oder jedes Kunstwerk, das je erbaut

wurde, verantwortlich sind. Andererseits ist es gleichfalls naiv, daß alles, was je in die westliche Hemisphäre kam, über die Beringstraße hereinkam und deshalb mongolischer Herkunft sein muß. Diese Theorie ist keinesfalls eine Erfindung der modernen Wissenschaft - ein Blick auf die Landkarte genügt; denn es war Josiah Priest, American Antiquities (Albany, N.Y.Hoffman and White,1835) in den Tagen Joseph Smith's.

A.A.Anguiano, S.16 "Da gibt es unter den Indianern...mongoloide-negroide... südeuropäische Typen...Riesen(Patagonien)... Pygmäen (Venezuela/Brasilien). Viele Anthropologen halten es für unmöglich, daß alle diese Typen über eine einzige Route - die Beringstraße - aus Asien eingewandert sein sollen. Südamerikanische Schädel und Dialekte haben beide strenge ozeanische Ähnlichkeiten und zeigen eine pazifische Abstammung an."

Seler, IV, 3 Die zwei vererbten Haupttraditionen besagen, daß die Vorfahren über das Meer aus dem Osten gekommen sind, und vom Westen über das Meer...8. Alle stimmen darin überein, daß ihre Vorfahren in Booten kamen.

Diese wohlwollenden Einzel-Schluss-Erklärungen von allen haben bezeichnenderweise die Frage der Blutgruppen verschwiegen. In Übereinstimmung mit G.A.Matson, einer führenden Autorität auf dem Gebiet, ist unter den amerikanischen Indianern die Blutgruppe `O` dominierend, obwohl einige Stämme, z.B. die Schwarzfußindianer fast 100% die Gruppe`A` wie die Hawaiianer haben. Die Mongolen haben andererseits fast ausschließlich die Gruppe `B`, die unter den Indianern außerordentlich selten ist. Dies sollte eigentlich die Frage der Rassen sehr gut beantworten, aber dieses Ergebnis ist sorgsam vereitelt worden.

V. Im Zusammenhang mit der Frage der Rassen steht die der Wanderung, eine Frage, ein Problem, über das die Experten kürzlich zu kühne Spekulationen angestellt haben, die durch den Trugschluß verkrüppelt waren, daß die ersten Einwanderer die einzigen sein mußten. So schreibt Anguiano, S.15; Die "Zehn Stämme-Theorie" ist nachweislich falsch, weil zu der Zeit, als die Zehn Stämme verloren gingen, Amerika schon besiedelt war. „Würde dies andere davon abhalten, an Land zu gehen? Müssen die Ureinwohner auch später für immer die einzigen Einwohner sein? Anguianos Argument der einzigen Einwohner ist auch unbefriedigend; z.B. gegen den ägyptischen oder phönizischen Ursprung läßt er den Mangel an Metall sprechen; gegen das Landen der Wikinger, daß es keine Spuren in überlebenden Rassen davon gibt. In jedem Falle, wie können wir sicher sein? Viele haben festgestellt, daß die großen Zeremoniezentren Mittelamerikas sehr "an Anghor und die Khmer in Südostasien erinnern" (M.D.Coe) S.7. Robert Heine-Geldern lenkt insbesondere die Aufmerksamkeit auf die oft verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen den exotischen Überresten in Kampuchea, Indien, Mexico und Guatemala,- auf die eindringliche Anzahl von chinesischen Elementen bei den Olmeken: der Tigerkult, die Bronze, die Jade-Bearbeitung usw. Die Kontakte müssen über das Wasser hinweg bestanden haben, nicht direkt über den Pazifik hinweg, jedoch in dem man die Kuroshio-Drift benutzte, um dem großen Kreis der nördlichen Route - so wie wir es uns bei den Jarediten vorstellen. (Krickeberg, S.571f., 574f).

Aber es gibt dabei etwas ernsthaft Falsches, denn der gesamte Südostasien- Komplex entstand nicht vor dem 9. & 10.Jahrhundert n.Chr. So konnten die amerikanischen Kultzentren, die 1000 Jahre eher erbaut wurden, nicht durch ihn inspiriert worden sein (ebd., S.372) Die einzige Erklärung ist, daß man eine gemeinsame Quelle suchen muß, die im Nahen Osten zu viel früheren Zeiten gefunden wird - dort finden wir, übereinstimmend mit Heine-Geldern, die Originale sowohl der amerikanischen als auch der ostasiatischen Formen. Und genau von dort kam das Volk des Buches Mormon.

Aber wenn die Leute aus Asien kämen, gäbe es ein fragwürdiges Loch bei den Kulturpflanzen und den Haustieren aus der Alten Welt in der Neuen Welt, ebenso wie das Fehlen des neuesten Pfluges, der Töpferscheibe, des Blasebalges, des Glases, des Eisens, der Streichinstrumente und der echten Gewölbe (ebd., S.569). Dies ist mehr als unausgewogen durch wichtige Einzelheiten der Kultur, wie in politischen Modellen, der Kosmologie, der Kunst, der Religion, dem Symbolismus, den Zeremonien, der Architektur etc..., die sich in den zwei Hemisphären viel zu sehr ähnlich sind, als das sie mit der neuen und weithergeholten Theorie der "Konvergenz" erklärt werden könnten. Wie ist es zu erklären, daß es eine Überfülle von Übereinstimmungen auf dem Gebiet der Kultur gleichzeitig mit einem totalen Fehlen anderer Arten von Material gibt? Die Lösung wird in der Art der Wanderung angezeigt. Die Leute, die über das Meer fuhren, waren keine Künstler oder Techniker, sondern ein kultiviertes Volk von religiöser und intellektueller- priesterlicher Abstammung. Was hier nach Heine-Geldern angezeigt wird, sind "sorgfältig geplante und vorbereitete Unternehmungen, die in erster Linie missionarische Ziele hatten."

Warum sollte es denn keine Spuren südostasiatischer religiöser Lehren in Amerika geben? Warum keinen Hinduismus und Buddhismus? Die Antwort ist wieder: schau in den Nahen Osten, wo spanische Priester und puritanische Geistliche ständig eine Fülle von Parallelen zwischen den Riten und den Lehren der Alten und der Neuen Welt entdeckten.

VI. Die Einheitlichkeit inmitten der Vielfalt ist der Trend bei den vergleichenden Studien der amerikanischen Kulturen. "Es gibt ein einziges, aufgebautes Gedankengebäude in Mittelamerika, Mexico und Zentralamerika, was wir die "mittelamerikanische Religion" nennen wollen." (Coe, S.8). Dieselben Formen trifft man jedoch auch weit weg von Mittelamerika in allen Richtungen an. Es ist in der Tat eine Kultur der ganzen Halbkugel, wenn eine peruanische Figur aus dem 8.Jahrhundert v.Chr. nicht von einer Hopi cachina Puppe (oder Tänzer) unterschieden werden kann.

"Was wir in Amerika haben", schreibt L.Sejourne (S.4), "ist eine monolithische (aus einem einzigen Stein bestehendes Kunstwerk) Vergangenheit, die keine Perspektive hat, als ob sie sich aus dem Nichts erhebt." Sie betrifft nicht nur Mittelamerika, sondern die ganze Hemisphäre. "Man hat den Eindruck von einer Serie separater dramatischer Ereignisse- wie ein Akt zu Ende geht, wechselt die Szene und es beginnt ein neues Spiel mit einer neuen Schar von Akteuren. Oft beginnt eine Anzahl verschiedener Spiele zur selben Zeit in verschiedenen Sprachen." (S.Linne, in Krickeberg, S.567). Aber die Akteure, die Sitten, die Handlungen und die Dialekte sind seltsamerweise alle ähnlich - sind es viele Spiele oder ist es ein Spiel mit vielen Akten? Die Jarediten und die Nephiten, kulturelle Gegenpole, lehren uns auf dieselbe Art dieselbe Lektion. Einige Beispiele: Holmes sammelte ausgedehnte Parallelen vom Tal des Mississippi bis nach Mexico und Mittelamerika; er zeigte, daß es zur Zeit der Konquistadoren eine massive Stämmewanderung vom Norden nach dem Südosten der Vereinigten Staaten (z.B. die Cherokee vom Eriesee) gab, in der Weise der Wanderung der Nephiten in Richtung Nordost im 5.Jahrhundert (Seter V, 44ff).

Die Plattformhügel des Mississippi-Tales sind weit weg von Mexico; der Adler, der Sonnenkult, Kupfer- und Muschelschalen-Inlets - ähnlich der Etowah-Kultur. Der Stil und die Sitten der Huazteken und Azteken werden im Südosten der Vereinigten Staaten gefunden, und huaztekische Töpferei ähnelt sehr der Pueblos. Diese Ähnlichkeiten lassen sich einfach genug erklären, da die Golfküste eine offene Durchfahrt ist, wie es die frühen spanischen Berichte klar machen, und das Leben auf dem Kontinent wurde durch große Mobilität charakterisiert, so wie es noch unter den Indianern ist. Ein Beispiel ist das Ausbreiten des mittelamerikanischen Totenkultes durch das gesamte Mississippi-Tal zwischen 1500 und 1550 (Krickeberg, S.559). Dies führt uns zu unserem nächsten Punkt.

VII. Cumorah - ein Hügel, der zu weit weg ist? Was hatte das Volk von Zarahemla im Staate New York zu suchen? Einige haben dieses zu einem wichtigen Stein des Anstoßes beim Akzeptieren des Buches Mormon gemacht. Der peruanische Archäologe F. Kauffmann-Diog zeigt uns, daß das übereilt und eine naive Denkweise ist. Das folgende stammt aus seinem "Handbuch der peruanischen Archäologie" (Lima; Peisa, 1973): "Der Trugschluß der Entfernung: Eine Vielzahl von Dingen hat dazu beigetragen, den Denkfortschritt in Bezug auf die Beziehungen zwischen weit entfernten separaten amerikanischen Kulturen zu verhindern. Ein oberflächliches Konzept der Entfernungen... verstärkt durch eine falsche Anschauung über die gegenwärtigen Grenzen der Amerikaner ist, eines jener Dinge, vielleicht das populärste, um nicht zu sagen eine vulgäre Position, welche kulturelle Kontakte und Ableitungen zurückweist. Außerdem müssen wir berücksichtigen, daß weltweite Entfernungen kein Hindernis für die Ankunft des Menschen in Amerika waren, und daß es nach der Ankunft keine Barrieren gab, die ihm vom Besitzergreifen jeden Teiles des Kontinents zurückhielten. Dieselbe fundamentale... vergleichende Archäologie zeigt, daß die Ursprungsperiode im mexikanischen Bereich... älter als in Peru ist. Die beigefügte Landkarte mag vielleicht primitiv erscheinen, aber wir sehen, daß sie interessante Informationen bietet. Sie wurde entworfen, um die gewöhnliche geographische Perspektive zu berichtigen. Sie zeigt zuerst, daß die Grenzen des Inkareiches zwischen Ancasmayo und Maulo oder den Bio-Bio-River eine Entfernung umfassen, die gleich der von der nördlichen Grenze des Inka-Landes (Ancasmayo) bis New York ist. Diese Tatsache, so elementar sie auch erscheint und obgleich noch niemand Gebrauch davon gemacht hat, erweckt gesunde Reflektionen dafür, was für eine kleine Welt es ist." Von der nördlichen Grenze des Inkareiches bis nach Mexico-City ist es fast soweit, wie von Mexico-City bis zu Cumorah im Staate New York.

Die Inkaarmeen, welche von einem zum anderen Ende des Reiches quer über die Anden marschierten, legten in einem weitaus schwierigeren Gelände größere Entfernungen zurück, als die Strecke zwischen Mexico-City und dem Staat New York, die in dem großen militärischen Rückzug, der mehrere Jahre dauerte, bewältigt wurde.

VIII. Stimmen von den Toten. Kritiker inner- und außerhalb der Kirche haben oft gefragt, wo die Unmengen an Beweismaterial seien, die das Buch Mormon bestätigen sollen. Die Antwort ist: diese gibt es für denjenigen, der sich die Mühe macht, sie zu suchen und sie zu betrachten. Aber nichtsdestoweniger hat den Roten Mann immer ein Hauch von Geheimnisvollem umgeben, sogar in den Schriften der frühesten Priester und Grenzlandbewohner.

William A.Bullard Jr. (Culbert, S.240): "Die alte klassische Kultur mit ihren sozialen Grenzen wurde vollkommen entzweit und weggefegt. Die Nachklassik ist ein neues Kapitel, wenn nicht sogar in der Tat ein neues Buch." S.263: ..."die fabelhaften Städte des puuc-Gebietes würden völlig und endgültig im Stich gelassen .." L.Sejourne, S.179: "Nicht nur das Land der Mayas, sondern die atlantische Küste, Oaxaca und das Zentrale Hochland von Mexico wurden alle plötzlich verlassen!" Ether 2:8 "...daß alle, die dieses Land...besitzen würden...ihm, dem wahren und einzigen Gott dienen müßten, sonst würden sie weggefegt werden..."(auch Verse 9,10) "Und erst, wenn es unter den Kindern des Landes zu einer Fülle des Übeltuns gekommen ist, werden sie alle hinweggefegt werden.

IX. Was war die fragwürdige "Fülle des Übeltuns"?Dies führt uns auf die dunkle Seite der frühen amerikanischen Zivilisation. In einer Beschreibung der "Riten und Zeremonien..., wie sie bei den Indianern in Neu-Spanien angewandt werden" aus dem 16.Jahrhundert, die 1856 entdeckt wurde, lesen wir zuerst über heilige Versammlungen zu einem Sakrament, das uns im Detail an die Ereignisse des Besuches des Erretters im 3.Nephi erinnert. Und dann fährt er fort zu erzählen, wie jene Praktiken zu einem Alptraum von Greuel und Blutvergießen verdorben wurden.

Die Quetzalcoatl-Religion hat - in Seler III, 330 berichtet - zwei entgegengesetzte Seiten. Die eine war die Religion des Quetzalcoatl, des großen Propheten und Erretters, der mit dem Versprechen wiederzukommen wegging; die andere Seite war der Kult, dem man seit der Zeit des Königs Uamac nachging, "zu welcher Zeit sich das Volk dem Krieg und dem Menschenopfer zuwandte. "Das Buch Mormon gibt uns einen guten Bericht über die beiden Religionen. Die Gottlosigkeit der Nephiten war die Umkehrung von dem, was gut war: Moroni 9:19: "Und sie sind in ihrer Verderbtheit stark geworden, und sie sind alle gleichermaßen roh und verschonen niemand." Was Mormon in seinem letzten Brief an seinen Sohn im neunten Kapitel Moroni beschreibt, ist ganz klar der blutige Kriegerkult der späteren Zeiten. Das Schlechte hat im Buch Mormon zwei Aspekte.

A. Allgemeine Verderbtheit und Ausschweifung mit häufiger Erwähnung der "Freude am Vergießen von Blut", was das "vorherrschende Thema des Kriegerzeitalters nach dem 10.Jahrhundert" ist. (Sejourne! 64), und

B. das Herrschen von geheimen Gesellschaften mit ihren Eiden, Zeichen und Kennzeichen etc. Die letzteren treten sehr stark in der ganzen nachklassischen Kunst in Erscheinung. Seler II, 75f., behauptet, daß das Wort Nauatl von naual abstammt und soviel wie verkleidet, maskiert, geheim bedeutet; auch (II616) daß der Zweck der gewaltigen Entfaltung des überwältigenden Symbolismus - speziell des Löwen oder Jaguars, der Adler- und Schlangenmotive - darin bestand, die Mitglieder dieser Gesellschaften vor aller Welt zu Objekten des Schreckens zu machen. Im Buch Mormon sind die allgegenwärtigen Adler-, Löwen- und Schlangensymbole nur angedeutet, aber im Zusammenhang.

Wenn Nephi uns erzählt, "auf den Schwingen seines Geistes ist mein Leib auf überaus große Berge hinüber weggeführt worden. Und meine Augen haben großes geschaut, ja, was allzu groß ist für den Menschen; darum ist mir geboten worden, es nicht niederzuschreiben." (2.Ne 4:25), dann kommt er damit der Beschreibung der Erfahrung eines Eingeweihten der Quetzalcoatl-Mysterien und einiger unserer eigenen Indianer der Ebenen so nahe wie möglich (Sejourne 13ff.).

Die Schlange erscheint im Buch Mormon als ein Rivale bei der Besitzergreifung von Land (Ether 10:19). Die Geschichte, die in Ether 9:31-34 erzählt wird, gleicht sehr dem Hopi-Prolog der großartigen Schlangen -Zeremonien, und in beiden Fällen schließt das Ereignis damit, wenn der Herr Regen auf die Erde herabsandte."Ether 9:35.

Die großen Feliden, Löwe, Jaguar und Puma erscheinen überall in der Nachklassik als Repräsentanten der Tapferkeit der Gemeinschaften der jugendlichen Krieger, die Schneide der aztekischen Eroberung. So lesen wir im Buch Mormon von dem jungen Löwen, der Verwüstung unter den anderen anrichtet (3.Ne. 21:12; Mormon 5:24). In einer seltenen Maya-Schlachtszene haben vier Soldaten rotes Haar, da sie ihre Köpfe mit Rot bemalt haben (Coe, S.62). Die Lamaniten haben an sich selbst die gleiche Bemalung vollzogen (Alma 3:4,14-16). Aber da uns die finstere Seite des Bildes in einigen Gebieten in Mittelamerika uns gänzlich überwältigen würde, ist es vorsorglich im Buch Mormon übergangen worden, welches uns erzählt, daß solche Dinge existieren, aber nicht ins Detail geht, damit der Leser nicht gequält oder verdorben wird. (Helaman 6:22-32). "Aber siehe, es sind diese geheimen Eide und Bündnisse, von denen Alma seinem Sohn gebot, daß sie nicht an die Welt hinausgehen sollten, damit sie nicht zu einem Mittel würden, das Volk zur Vernichtung hinabzuziehen (Helaman 6:25).

Im Mittelpunkt der Studien des alten Amerika steht heute die souveräne Frage: Warum brach alles so plötzlich so vollständig und so mysteriös zusammen? Auf diese Frage "gibt es für die Mehrheit der Gelehrten noch keine akzeptable Antwort" (Culbert 263). J.Eric Thompson's Theorie besagt, daß das Volk "in einer zunehmend zusammengesetzten Gesellschaft die Fähigkeit im großen Ausmaß verloren hatte, für sich selbst zu handeln."

Die wertvolle Studiensammlung, die von T.P.Culbert herausgegeben wurde, "Der klassisches Zusammenbruch der Maya" (Universität of New Mexico, 1973) beinhaltet eine überaus gültige Zusammenfassung, die es wert ist, den verschiedenen Autoren als Vorwort zu dienen. Es mag helfen, die Aussagen des Buches Mormon in Spalten parallel dazu anzugeben.

Culbert, S.91?

„Übererfolgreich, zu strebsam und wahrscheinlich herrschsüchtig ist die Ursache für die Gewalt von ökologischen und sozialen, politischen Katastrophen gewesen."

Jakob 2: 13-21

„...ihr habt viele Reichtümer erhalten... ihr seid in eurem Herzensstolz überheblich. ...Gott spricht euch schuldig. ...sein Strafgericht muß über euch kommen."

E.W.Andrews, S.263

„Sowie die Zivilisation komplexer wird, um so verwundbarer wird sie, und wie wir es zu unserem wachsenden Schrecken in den letzten Jahren entdeckten ... wachsen die Probleme der Erhaltung und der Einheit geometrisch."

3.Nephi 6:11

„... viele Kaufleute... und auch viele Gesetzeskundige und viele Beamte .... 10-14 und das Volk fing an, sich nach Klassen zu unterscheiden ... und so entstand im ganzen Land eine große Ungleichheit... so sehr, daß die Kirche zu zerbrechen anfing."

W.T.Sanders, S.359

„... Anwachsen der Bevölkerungsdichte, Abnahme des Pro-Kopf-Einkommens, wachsende örtliche Spezialisierung bei der Ernte, schwerfälliges Vertrauen auf... die Peripherie für Grundmaterialien und höher organisierten Handel ... eng verbunden mit Militarismus (und) ... eine Veränderung von einer Gleichheits- zu einer geschichteten und Klassengesellschaft."

Mormon 1:7, 8

„Das ganze Land war mit Bauwerken übersät, und das Volk war beinahe so zahlreich, als ob es Sand am Meer sei... Und es fing ein Krieg an zwischen den Nephiten ...und den Lamaniten und Lemueliten und Ischmaeliten (bis) .. 12 ... die Lamaniten von ihrem Vorhaben abließen."

S.363

„Neuere Studien zeigen politische und ökonomische Ursachen ... militärische Überfälle... zerrissen das Netzwerk des Handels..., Felder lösten Wälder ab... ein wachsender Unterschied zwischen Bauern und Adligen, eine ökonomische Verschlechterung der durchschnittlichen Lebensart der Bauern und ein Anwachsen von Krankheiten, die auf der Ernährung basieren," „Die einzige vernünftige Erklärung für den plötzlichen und katastrophalen Verfall des Volkes und für den Verlust ist Abwanderung, durch die Unzufriedenheit der Bauern stimuliert und durch den Zusammenbruch des politischen Systems gesteuert."

Alma 28:10-13

„... die Vernichtung von vielen tausend Leben... zu einem furchtbaren Schauspiel von Blutvergießen... und so sehen wir, wie groß infolge von Sünde und Übertretung die Ungleichheit des Menschen ist."

Alma 5:54 - „... wollt ihr darauf beharren, daß ihr meint, der eine von euch sei besser als der andere..., daß ihr eure Brüder verfolgt, die sich demütigen?..."

Alma 46:18f. „... wir, die wir verachtet werden, ... werden nicht nieder getreten werden... laßt uns unsere Freiheit bewahren.. 27f Ich werde Aufruhr stiften... ich fürchte weder deine Macht noch deine Autorität."

M.C. Webb, S.402f

„Rivalität im Handel war ein Hauptgrund für den Krieg... wahrscheinlich wurde die Untertanenpflicht einfach auf die Eindringlinge übertragen." 403 „... der naheliegende Grund (für den großen Zusammenbruch) war das Ausweiten des nachklassischen Musters des Welthandels und des Handelskrieges in das Maya-Gebiet."

Helaman 6:5ff

8 „...sei es unter den Lamaniten oder unter den Nephiten ... sie hatten untereinander freien Verkehr, zu kaufen und zu verkaufen und Gewinn zu erlangen gemäß ihrem Wunsch. ) ... sie wurden überaus reich. 17 (innerhalb weniger Jahre) ... darum fingen sie an, geheime Morde zu begehen und zu rauben und zu plündern... (was zu einer Reihe von Kriegen führte)" 20ff.

General Summary (C.R.Willey und D.B.Shimkin) S.458

„...die spätere klassische Gesellschaft war schärfer in Eliten und Schichten differenziert als ... die frühen klassischen Zeiten. Als dieser Prozeß der Konsolidierung einer Elite begann, (gab es) ... eine verbundene Entwicklung einer Klasse von Bürokraten und Handwerk-Spezialisten...

s.461. im 7. und 8.Jahrhundert „wurde die Mayazivilisation in ein Eliteniveau integriert, das eine ausdrucksvollere Form als je zuvor hatte," „wie die Zeichen des Regionalismus" erscheinen.

S.470 Intensive Kämpfe unter und zwischen den Städten, Ernteverluste und Zerstörung, Unterernährung und Krankheit... reduzierten die Bevölkerung (z.B. 90% bei Tikal- Culbert)

3.Nephi 6:12

„und das Volk fing an, sich nach Klassen zu unterscheiden, gemäß ihren Reichtümern und ihren Lernmöglichkeiten, ja, einige waren wegen ihrer Armut unwissend, und andere erhielten wegen ihres Reichtums viel Belehrung."

Helaman 13:22- „Ihr gedenkt immer eurer Reichtümer... zu großem Anschwellen, zu Neid und Zwist, Bosheit, zu Verfolgung und Mord... 31... die Zeit kommt, da er eure Reichtümer verflucht, daß sie euch entschlüpfen, so daß ihr sie nicht mehr halten könnt."

Helaman 11:1- „...nahmen die Streitigkeiten zu, so daß es überall im ganzen Land unter allem Volk Nephi Kriege gab."

S.484

„Die lebensnahesten Aspekte" des Zusammenbruchs sind:

„1. Die Rolle der Eliteklasse,

2. der sich ausdehnende soziale Spalt zwischen der Elite und dem gemeinen Volk,

3. Die Konkurrenz zwischen den Zentren,

4. landwirtschaftliche Probleme,

5. demographischer Druck und Krankheiten,

6. die wechselhaften Wirkungen des auswärtigen Handels."

484. „Die Ausdehnung der Erbelite- Bevölkerung war klar eine Hauptkraft in der geographischen Expansion der späten Klassik...

485. ... die Rolle der Elite muß immer mehr ausbeuterhaft geworden sein, als die Ressourcen den Spielraum einengten... der sich erweiterte soziale Abstand war eine unübersehbare Begleiterscheinung der Entwicklung einer gegliederten Gesellschaft, die wahrscheinlich auf Klassenstrukturen beruhte... In einigen Gebieten... konnte die Menge der Bürger nur durch die Rekrutierung und Beute aus anderen Zentren unterhalten werden. Aber die obere Klasse wuchs weiter, dehnte ihre Luxusansprüche noch aus.... und strebten nach Konkurrenz mit gegnerischen Zentren und Aristokratien... Die Priestertumsführer dieser großen Zentren müssen in ihrem Eifer, jeden anderen zu übertreffen und mehr Ansehen und Wohlstand zu genießen, alle mögliche Arbeit und alles mögliche Kapital und alle möglichen Arbeitskräfte zu ihrer eigenen Verherrlichung abgezweigt haben.

486. Füge hierzu noch den Konkurrenzkampf im Handel... und wir können die Lage, die zum Kampf geführt hat, erkennen." Alles führte zu einer „schnell abwärtsgehenden Spirale bis zum Auslöschen."

 

487. "Das Bevölkerungswachstum verlangte mehr Ressourcen - 2) wachsende Macht, gestattete eine wirtschaftliche Ausdehnung, 3) unterschiedliches Wachstum und Lebensalter teilte soziale Klassen ab (Arme lebten kürzer), 4) Bestrebungen, die menschlichen Minderleistungen zu kompensieren... wurden zunehmend die wichtigsten Ursachen für Kriege. Die Wirtschaft richtete alles in Richtung Krieg aus. 490. „... die Maya-Elite... nahm teil an so etwas wie Ausbildung... Prestige, Vertrauen... zwischenregionale Kooperation... das bewirkte, den Kriegsdienst zu kontrollieren und die geographische Expansion zu fördern", während „sie sich ständig von den Bürgern absonderten."

491. Die Elite „machte keine technologischen oder sozialen Anpassungserneuerungen, die diese Schwierigkeiten erneuert hätten. Tatsächlich beharrte die Maya-Elite auf ihren traditionellen Richtlinien bis zum Punkt des Zusammenbruchs". Mit der Religion und dem Gesetz auf ihrer Seite, brauchte die Elite keine Zugeständnisse zu machen.

Sejourne, S.183 - „Dem geistigen Verfall folgte ein Zustand der ständigen Machtkämpfe ... das ganze Land (Zentralmexico) zerbrach in kleine Kommunen, von der jede ihre eigene Geschichte und Ursprung beanspruchte" Die Schlachtszenen zeigen die Erfüllung der Botschaft des amerikanischen Profeten... „Mittelamerika verfiel Stück um Stück in einen verderblichen Materialismus... Es ist, als ob die Botschaft Quetzalcoatls, des amerikanischen Profeten, durch die organische Trägheit vernichtet wurde, gegen die er in seiner Mission die Stimme erhob."

Alma 45:21 - „...viele kleine Spaltungen und Unruhen, die es unter dem Volk gegeben hatte... 24... sie wurden stolz... wegen ihres überaus großen Reichtums.

Alma 51:8 - Diejenigen... von hoher Abkunft.... erhielten Beistand von denjenigen, die Macht und Gewalt über das Volk strebten...

Alma 32:4 - ... auf dem Hügel Onidah (zoramitische Expansion) 5... sie werden wegen ihrer Armut verachtet, ja, besonders aber von unseren Priestern, denn sie haben uns aus unseren Synagogen ausgestoßen, die wir mit unseren eigenen Händen und mit viel Mühe erbaut haben, und sie haben uns wegen unserer überaus großen Armut ausgestoßen, und wir haben keinen Platz, unseren Gott anzubeten... was sollen wir tun?

3.Nephi 6:27 - ... diese Richter hatten viele Freunde und Verwandte... beinah alle Gesetzekundigen und Hohen Priester, taten sich zusammen und vereinigten sich mit den Verwandten der Richter... 28. Und sie gingen miteinander ein Bündnis ein...

3.Nephi 30:2 - ... wendet euch ab... von... eurem Götzendienst und eurem Morden und bösen Priestermächten und eurem Neid und Streit...

Helaman 6:31 - ... die Nephiten... hatten sich vom Weg der Rechtschaffenheit abgewandt... errichteten sich Götzen aus ihrem Gold und Silber.

3.Nephi 6:15 - ... Satan hatte große Macht, nämlich das Volk aufzustacheln... es zu versuchen, so daß es nach Macht und Gewalt und Reichtümern und den Nichtigkeiten der Welt trachtete... 17... und so kam es, daß sie sich... in einem Zustand furchtbarer Schlechtigkeit befanden.

Alma 26: 25 - ... laßt uns die Waffen gegen sie ergreifen, daß wir sie... aus dem Land vertilgen, damit sie uns nicht überrennen und vertilgen.

Helaman 11:1 - ...überall im ganzen Land, unter allem Volk Nephi... gab es Krieger... 2. Und es war jene geheime Räuberbande, die dieses Werk der Vernichtung fortführte.

3.Nephi 2:17 (es war eine Wirtschaftskrieg) ... zwischen den Räubern und dem Volk Nephi... 18... erlangten die Gadiantonräuber viele Vorteile über sie... 19... so sehr, daß sie daran waren von ihm niedergeschlagen zu werden, und dies wegen ihres Übeltuns.

Helaman 6:38 - ...die Nephiten (anstatt sie zu bekämpfen) förderten und unterstützten sie (die Räuberbande)... bis sie soweit gekommen waren, daß sie auf ihre Werke vertrauten und an ihrer Beute teilnahmen...

Alma 10:27 - ...die Grundlage für die Vernichtung dieses Volkes wird soeben durch... eure Gesetzeskundigen und eure Richter gelegt.

3.Nephi 7:2 - ...das Volk... teilte sich in Stämme, ein jeder gemäß seiner Familie und seiner Verwandtschaft und seinen Freunden; und so zerschlugen sie die Regierung des Landes. 3. Und jeder Stamm bestimmte für sich einen Häuptling... 6. Und die Anordnungen der Regierung wurden zunichte gemacht (durch die Königsleute) 7... beinah der ganze rechtschaffene Teil des Volkes wurde schlecht... 11 ... die Stämme des Volkes... waren (nur) im Haß gegen diejenigen verbunden, die ein Bündnis eingegangen waren, die Regierung zu vernichten.

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